Wie oft Fenster im Bürogebäude außen gereinigt werden
Bürogebäude, Praxen und öffentliche Gebäude lassen ihre Fenster außen meist alle drei Monate reinigen. Zwei Reinigungsportale nennen für Büros zwei- bis viermal im Jahr, für Schaufenster einmal im Monat und für Wohngebäude und Treppenhausfenster zweimal im Jahr. Diese Angaben stammen von Anbietern, nicht aus einer verbindlichen Vorschrift.
Auch die Gütegemeinschaft der Branche, ein Zusammenschluss von Reinigungsbetrieben, legt in ihrem Merkblatt zur Glasreinigung keinen festen Rhythmus fest. Der Verband beschreibt die laufende Glasreinigung als wiederholte Reinigung in festgelegten Abständen, bei der Straßenstaub, Regenspuren, Insektenschmutz und Griffspuren entfernt werden. Er verlangt außerdem ein auf die Verglasung abgestimmtes Intervall, damit die Scheiben staub-, schlieren- und wasserfleckenfrei bleiben.
Am häufigsten reinigen Betriebe Schaufenster: einmal im Monat. Am seltensten sind Treppenhausfenster dran, nur zweimal im Jahr. Bürogebäude liegen mit zwei bis vier Reinigungen im Jahr dazwischen.
| Nutzung | Übliches Intervall außen | Warum | Was das Intervall verkürzt |
|---|---|---|---|
| Schaufenster, Einzelhandel, Gastronomie | einmal im Monat | Die Scheibe ist Teil der Auslage, Spuren fallen auf Augenhöhe auf | Lage an der Hauptstraße, Haltestelle direkt davor |
| Bürogebäude, Praxen, öffentliche Gebäude | zwei- bis viermal im Jahr | Tageslicht und Außenwirkung zählen, es gibt aber keine Auslage | Nähe zu Industrie, Bäumen mit Pollen, viel Vogelaufkommen |
| Wohngebäude, Treppenhausfenster | zweimal im Jahr | Wenig Griffspuren, Verschmutzung nur durch Wetter | Erdgeschoss an der Straße, Rauchen am offenen Fenster |
| Glasdächer und Oberlichter | keine feste Angabe | Regen spült ab, aber Ablagerungen sammeln sich in Neigungen und Rinnen | Flache Neigung, Laubfall, Nähe zu Lüftungsauslässen |
6 Dinge, die das Intervall verändern
Sechs Dinge bestimmen, ob ein Bürogebäude mit zwei Reinigungen im Jahr auskommt oder sechs braucht. Das sind die Wetterseite, die Umgebung, wie oft ohnehin gereinigt wird, wie gut die Fenster zugänglich sind, die Bauart der Fenster und der Sauberkeitsanspruch im Haus.
- Wetterseite: Die dem Wind zugewandte Seite bekommt Regen mit Staub und Pollen ab, die abgewandte bleibt länger sauber. Wer beide Seiten im gleichen Rhythmus reinigen lässt, zahlt auf einer Seite zu oft.
- Umgebung: Straßenstaub, Nähe zu Industrie oder Baustellen, Bäume mit Blattläusen und viele Vögel setzen Scheiben schneller zu. Ein Büro am Stadtrand braucht im Frühjahr wegen Pollen oft einen Extratermin.
- Wie oft ohnehin gereinigt wird: Je länger die Pause zwischen zwei Terminen, desto fester sitzt der Schmutz und desto länger dauert die einzelne Reinigung.
- Zugänglichkeit: Fahrbare Anlagen, Hebebühnen und Bewuchs bestimmen, wie lange das Aufbauen dauert. Wo eine Hebebühne gemietet werden muss, lohnt es sich, seltener und dafür gründlicher zu reinigen.
- Bauart: Sprossen, Erker und mehrfach verglaste Fenster verlangsamen die Arbeit deutlich. Bei Sprossenfenstern mit Rahmen schafft eine Kraft laut Branchenangaben nur 5 bis 10 statt 5 bis 20 Quadratmeter pro Stunde.
- Sauberkeitsanspruch: Eine Kanzlei im Erdgeschoss mit viel Kundenverkehr will keine sichtbare Regenspur, ein Lagerbüro im dritten Stock stört sich erst, wenn zu wenig Licht durchkommt.
Wie Sie Innen- und Außenreinigung getrennt planen
Innen- und Außenreinigung gehören in getrennte Positionen mit eigenem Rhythmus, weil beide Seiten unterschiedlich verschmutzen und unterschiedlich abgerechnet werden. Außen sammeln sich Wetter und Staub, innen Griffspuren und Ablagerungen aus der Raumluft. Die Innenseite kommt deshalb mit halb so vielen Terminen aus wie die Außenseite. Das Reinigen von Glastüren und Vitrinen innen zahlt den niedrigsten Tariflohn der Reinigungskräfte. Das Reinigen der Fensterscheiben mit Glasreinigungstechnik zahlt dagegen den höheren Tariflohn für Glas- und Fassadenreiniger, seit Januar 2026 bei 18,40 Euro pro Stunde. Was die einzelne Fensterreinigung kostet, wenn Sie nur ein Fenster statt eines ganzen Gebäudes beauftragen, zeigt der Artikel zum Fensterreinigungspreis pro Fenster.
- Glasfläche je Fassadenseite messen: einseitig nach dem lichten Rohbaumaß, wie es das Aufmaß-Merkblatt der Branche vorgibt. Doppel- und Kastenfenster zählen doppelt.
- Intervall je Seite festlegen: Wetterseite und Straßenseite vier mal im Jahr, Hofseite zweimal, Innenseiten zweimal, Eingangsverglasung und Glastüren einmal im Monat mit der laufenden Reinigung.
- Tempo je Fensterart ansetzen: Fenster bis 5 Quadratmeter mit Rahmen schaffen 5 bis 15 Quadratmeter pro Stunde, Glasfassaden ohne Rahmen 10 bis 50. Mit Rahmen sind es 5 bis 40, bei Panoramafenstern mit Wasseranschluss an der Stange 15 bis 50.
- Stunden je Termin und je Jahr ausrechnen: Fläche geteilt durch das Tempo pro Stunde, mal Anzahl der Termine im Jahr.
- Stundenpreis ansetzen: Mit dem Tariflohn 2026 von 18,40 Euro und den üblichen Zuschlägen der Branche ergibt sich ein Stundenpreis von rund 36 Euro netto.
- Termine mit Wetter und Nutzung abstimmen: keine Außenreinigung bei Frost, keine Innenreinigung während der Bürozeit, Zufahrt für die Hebebühne freihalten.
Beim Messen laufen Angebote am häufigsten auseinander. Die Fläche wird einseitig gemessen, obwohl beide Seiten gereinigt werden, und Rahmen werden übermessen. Ein Betrieb, der die Fläche stattdessen beidseitig ansetzt, verdoppelt das Aufmaß und senkt so scheinbar den Preis pro Quadratmeter. Vergleichen Sie deshalb immer die Stunden je Termin, nicht den Preis pro Quadratmeter.
Was 1.300 Quadratmeter Glas pro Reinigung kosten
Ein Bürogebäude mit 1.298,87 Quadratmetern Fensterfläche kostet je Außenreinigung mit Rahmen rechnerisch 1.867 bis 3.112 Euro netto, je nachdem, ob der Betrieb 25 oder 15 Quadratmeter pro Stunde schafft. Die Fläche stammt aus dem Rechenbeispiel des Branchenmerkblatts: Isolierverglasung, 4,50 Meter Fensterhöhe, Rahmen wird mitgereinigt, eine Leiter ist nötig, eine Reinigung pro Jahr.
Im Beispiel braucht Anbieter 1 bei 15 Quadratmetern pro Stunde insgesamt 86,59 Stunden, Anbieter 2 bei 25 Quadratmetern pro Stunde nur 51,95 Stunden. Anbieter 2 ist damit gut zwei Drittel schneller, und seine Leute haben weniger Zeit für eine gründliche Reinigung. Beim Stundenpreis von 35,94 Euro, der sich aus dem Tariflohn 2026 von 18,40 Euro und den üblichen Zuschlägen ergibt, kostet Anbieter 1 je Termin 3.112 Euro, Anbieter 2 1.867 Euro.
Bei vier Reinigungen im Jahr macht das 7.468 bis 12.448 Euro. Reinigen Sie stattdessen die Wetterseite vier mal und die Hofseite nur zwei mal, sparen Sie bei gleicher Optik etwa ein Viertel. Die Innenreinigung derselben Fläche kommt bei zwei Terminen mit Kräften der niedrigsten Lohnstufe hinzu. Sie ist je Termin günstiger, weil keine Leiter und kein Wetter mitspielen.
Welche Sicherheitsregeln den Preis mitbestimmen
Die Sicherheitsregeln entscheiden, ob die Außenreinigung von der Fensterbank, von der Hebebühne oder mit einer langen Stange vom Boden aus stattfindet. Damit bestimmen sie auch den Aufwand und den Preis je Termin. Eine Arbeitsstätten-Regel verlangt, dass Fenster, Dachfenster und Glaswände von einer sicheren Standfläche mit genug Platz aus gereinigt werden können, fest eingebaut oder für den Einsatz aufgestellt.
Fehlt eine solche Standfläche, dürfen Hebebühnen und Gerüste eingesetzt werden, wenn Gebäude und Platz das zulassen. Ein Sicherheitsseil, an dem eine Person hängend arbeitet, kommt nur in Ausnahmefällen infrage. Eine Sicherheitsregel der Berufsgenossenschaft für die Reinigungsbranche schreibt ab 2 Metern Absturzhöhe Schutzmaßnahmen vor und stuft Leitern selbst bei geringer Höhe als hohes Risiko ein. Sie empfiehlt Verfahren ohne Absturzgefahr, etwa lange Stangen mit Wasseranschluss.
Liegt die Fensterunterkante höher als 2 Meter über dem Boden oder einer anderen tragfähigen Fläche?
Hat das Gebäude einen Reinigungsbalkon, eine fahrbare Anlage oder Anschlagpunkte für Sicherheitsausrüstung?
Die Reinigung findet von der sicheren Standfläche aus statt. Wenig Aufbauzeit, kein Mietgerät nötig.
Erreicht eine lange Stange mit Wasseranschluss die Scheiben vom Boden aus, etwa bis zum dritten Stock?
Die Reinigung läuft mit entmineralisiertem Wasser über die Stange, ohne Absturzgefahr. Bei Panoramafenstern schafft eine Kraft so 15 bis 50 Quadratmeter pro Stunde.
Es braucht eine Hebebühne mit geschultem Personal, ersatzweise Arbeiten am Seil. Aufbau und Miete machen den Termin teurer, deshalb lohnt sich seltener, dafür gründlich reinigen.
Die Reinigung erfolgt vom Boden oder von der Fensterbank aus, wenn diese mindestens 0,20 Meter tief ist. Sonst kommt ein mobiles Schutzgeländer zum Einsatz. Kein Mietgerät nötig, hohes Reinigungstempo.
Was im Glasreinigungsvertrag stehen sollte
Ein Glasreinigungsvertrag hält Fläche, Intervall je Seite, Reinigungstempo, Zugang und Sonderreinigungen getrennt fest. Sonst ist bei der ersten Beschwerde unklar, was vereinbart war. Der Betrieb schuldet staub-, schlieren- und wasserfleckenfreie Scheiben als Ergebnis, nicht nur die Anwesenheit einer Kraft mit Wischer und Abzieher.
Aufmaß und Fensterliste
Je Fassadenseite Fläche, Fensterart, Höhe und Zugang festhalten, am besten bei einer gemeinsamen Begehung vor dem Angebot.
Intervall je Position
Außen je Seite, innen, Eingangsverglasung, Glasdächer. Termine als feste Monate festlegen, nicht nur als Anzahl im Jahr.
Angebot mit Tempo und Stundenpreis
Zwei Angebote einholen, beide mit Stunden je Termin. Weichen sie um mehr als 30 Prozent voneinander ab, eine Probereinigung verlangen.
Sicherheitsplanung des Betriebs
Der Betrieb legt vor dem ersten Termin fest, wie er jede Position erreicht und sichert. Sie stellen Standflächen, Anschlagpunkte und Zufahrt bereit.
Abnahme je Termin
Stichprobe bei Tageslicht von innen und außen, Beschwerde per E-Mail innerhalb von zwei Werktagen, Nachreinigung ohne Aufpreis.
Für Privathaushalte gilt zusätzlich ein Steuervorteil: Fensterreinigung in der eigenen Wohnung zählt als haushaltsnahe Dienstleistung. 20 Prozent der Arbeitskosten mindern die Einkommensteuer, bis zu 4.000 Euro im Jahr, gegen Rechnung und Überweisung. Für das Bürogebäude ist die Glasreinigung dagegen eine normale Betriebsausgabe. Wie Sie ein Angebot für die laufende Büroreinigung vergleichen, erklärt der Artikel zum Einholen von Angeboten für Büroreinigung.
Häufige Fragen
Wie oft sollten Fenster im Bürogebäude gereinigt werden?
Fenster im Bürogebäude werden laut Reinigungsportalen zwei- bis viermal im Jahr außen gereinigt. Eine feste Vorschrift gibt es nicht: Das passende Intervall richtet sich nach Verglasung, Wetterseite und Umgebung. Innenseiten kommen mit halb so vielen Terminen aus.
Wie oft muss eine Glasfassade gereinigt werden?
Für Glasfassaden gibt es keinen vorgeschriebenen Rhythmus. Anbieterportale nennen für Bürogebäude zwei- bis viermal im Jahr, für Schaufenster einmal im Monat. Wetter- und Straßenseite brauchen dabei kürzere Abstände als Hofseite und Rückfront.
Was kostet die Glasreinigung eines Bürogebäudes je Termin?
Die Glasreinigung eines Bürogebäudes mit 1.300 Quadratmetern Fensterfläche kostet je Außentermin mit Rahmen rechnerisch 1.867 bis 3.112 Euro netto. Das hängt vom Tempo des Betriebs ab, von 15 oder 25 Quadratmetern pro Stunde. Die Zahlen stammen aus dem Rechenbeispiel der Branchenorganisation.
Darf ein Fensterputzer im Bürogebäude von der Leiter aus arbeiten?
Nur dann, wenn kein sichereres Arbeitsmittel möglich ist: Eine Sicherheitsregel der Berufsgenossenschaft stuft Leitern auch bei geringer Höhe als hohes Risiko ein. Ab 2 Metern Absturzhöhe sind Schutzmaßnahmen wie ein Reinigungsbalkon, eine fahrbare Anlage oder eine Hebebühne Pflicht.
Gehört die Innenreinigung der Fenster zur normalen Büroreinigung?
Die Innenreinigung von Glastüren, Vitrinen und Mobiliar mit Griffspuren gehört zur normalen Unterhaltsreinigung und wird zum niedrigsten Tariflohn abgerechnet. Die Reinigung der Fensterscheiben selbst mit Glasreinigungstechnik ist dagegen eine eigene Position, zum höheren Tariflohn für Glas- und Fassadenreiniger von 18,40 Euro.
